Haydn Piano Concertos in F, G & D

“The Schnyders evidently have fun refracting Haydn’s motifs through the prism of contemporary styles, but what is remarkable is that these modern additions never outstay their welcome while making gentle fun of their surroundings.” Gramophone Magazine, October 2012


“Crisp accounts with touching nuances in the nocturnal slow movements.” BBC Music Magazine, December 2012 ****


Oliver Schnyder – beseelte Galanterie

Kaum hat der Schweizer Oliver Schnyder die Lorbeeren seiner Liszt-CD geerntet, legt er uns eine neue Aufnahme vor. Mit dieser geht er einen Jahrhundertschritt zurück und macht Besuch bei Joseph Haydn. Aus dessen Klavierkonzerten, bei denen man nicht so genau weiss, ob sie noch für Cembalo oder bereits für das Fortepiano geschrieben wurden, wählte er drei aus. Schnyder spielt sie auf einem modernen Flügel und wie er das tut! Haydn hätte wohl seine helle Freude daran. Mit seinem “jeu perlé”, ein Markenzeichen Schnyders, geht er die schnellen Sätze mit einer federnden Leichtigkeit an, in der zuweilen auch eine vornehme Eleganz durchschimmert. Als Gegenstück zu den galanten Ecksätzen stehen die beseelten Mittelsätze, in die Schnyder eine berückende Kantabilität legt.
Experimentierfreudig wie Haydn selbst, liess sich Schnyder die Kadenzen von seinem Freund und Namensvetter, dem Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder, auf den Leib schreiben. Wie aus der Feder des Jazzkomponisten nicht anders zu erwarten, sind diese Kadenzen eigenwillig, witzig und nehmen swingend die Geschmeidigkeit auf, die der Pianist vorgibt.
Ein Glücksfall für Oliver Schnyder ist die ihm zur Seite stehende Academy of St Martin in the Fields unter Andrew Watkinson. Dieses seit Jahrzehnten erfahrene und doch nie routiniert wirkende Kammerorchester rollt dem Pianisten einen ebenso leichten wie soliden Teppich aus und folgt subtil den Absichten des Pianisten. Irène Mayer, Radio Swiss Classic
Haydn Klavierkonzerte – Oliver Schnyder
Academy of St Martin in the Fields, Andrew Watkinson
Sony Music RCA Red Seal 88725 40593 2


Schnyder und Schnyder

Zwischenwelten – dieser Begriff drängt sich auf beim Anhören von Oliver Schnyders jüngster Einspielung, den drei Klavierkonzerten von Haydn. … (Ganze Besprechung von Bruno Rauch in “Musik und Theater”)


Zauberisch schön

Welcher Pianist hätte nicht zumindest einige der großen Mozart-Konzerte und mehrere, wenn nicht alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte parat? Aber Joseph Haydn? Er hat immerhin mehrere spritzig-geistreiche Werke zur Gattung beigetragen.

Der Schweizer Oliver Schnyder hat drei davon mit der Academy of St. Martin in the Fields aufgenommen, den Ton verbindlich zwischen Originalklangerkenntnissen und altvertauter Schönklangpraxis anzusiedeln gewusst – und modelliert das melancholische Largo des F-Dur-Konzerts (Hob. XVIII/3) so zauberisch-schön, dass es jeden Vergleich mit Mozarts schönsten Adagio-Sätzen aushält. (RCA) /Wilhelm Sinkovicz, “Die Presse”, 15.11.2012


Unaufdringliche Eleganz

F. Me. · Mit seiner Einspielung der drei «vollgültigen» bzw. in ihrer Authentizität unangefochtenen Klavierkonzerte Joseph Haydns bestätigt Oliver Schnyder seinen Ruf als einer der versiertesten Schweizer Pianisten der jüngeren Generation. Schnyder, souverän unterstützt von der Academy of St. Martin in the Fields, betont weniger die konzertanten Momente dieser aus Haydns «mittlerer» Schaffensperiode stammenden Werke als ihre rhythmische und melodische Kontinuität; dabei lässt er in den Ecksätzen mit leichtfüssigem «jeu perlé» und in den langsamen Sätzen mit geschmeidigem Cantabile-Spiel aufhorchen. Zwar erzielt er nicht ganz die kristalline Brillanz von Leif Ove Andsnes, der in seiner Aufnahme mit dem Norwegian Chamber Orchestra die rhythmischen Pointen und dynamischen Kontraste noch entschiedener herausgearbeitet hat. Und gewiss sind die seltsam zwischen historisierender Stilübung und postmoderner Übermalungstechnik changierenden Kadenzen aus der Feder von Daniel Schnyder nicht nach jedermanns Geschmack. Dem hohen Niveau dieser auch klangtechnisch vorzüglichen Produktion tut dies jedoch kaum Abbruch, denn was der Interpretation an letzter Prägnanz abgeht, macht der Pianist durch seine flüssige Diktion, seine technische Agilität und seine hohe Anschlagskultur mehr als wett. (Neue Zürcher Zeitung 13.9.2012)


Die neue CD von Oliver Schnyder zusammen mit der Academy of St. Martin in the Fields mit den Klavierkonzerten in F, G und D Josef Haydns wird im FonoForum 09/12 als CD-Tipp besprochen. Gleichzeitig erhält sie in Frankreich die Auszeichnungen

und 


Wer es europäischer und überschaubarer mag, ist bei Oliver Schnyder gut aufgehoben. Für RCA Red Seal spielte der Schweizer die Klavierkonzerte Hob. 18/3, 4 und 11 von Joseph Haydn ein, begleitet von der Academy of St. Martin in the Fields unter Andrew Watkinson. Mit leichter Hand, delikatem Geschmack und (behutsam) modernistischen Kadenzen gibt er ein klassisches Bekenntnis ab zur “stillen Größe”, die in “edler Einfalt” ruht. (Frankenpost, 6.8.2012)


“Schnörkelloses, fein artikuliertes Haydn-Spiel”… . CD des Tages bei Radio Stephansdom


Kulturradio rbb, CD of the week


CD recommendation by Fritz Trümpi in Kulturtipp 16/12


ClassicFM, CD of the week


A thoroughly written review of the new Haydn CD in the Mittelland Zeitung. Just one misunderstanding: Cadenzas are from Oliver’s friend and namesake Daniel Schnyder.


…einfach wunderbar. Diese Konzerte sind hinreissende Miniaturen – und Oliver Schnyder weiss alle Facetten zu ziselieren – Poesie pur …, Andrea Rascher, Amazon


Zwischen Rokoko und Revolution mit Schweizer Präzision, 20. Juni 2012

Die drei Klavierkonzerte Haydn’s stehen für den wichtigen Uebergang der Tasteninstrumente vom Cembalo zum Pianoforte. In der Zeit zwischen 1760-90 komponiert werden wir in den Strudel der Revolution Europas mit hineingezogen. Oliver Schnyder meistert die Passagen brilliant und professionell zusammen mit dem allbekannten Orchester St. Martin in the Fields unter der Leitung von Andrew Watkinson. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Dialoge zwischen Orchester und Solist sind päzise, klanglich perfekt und menschlich abgestimmt. Das ist Kammermusik auf höchstem Niveau, wie wir sie von allen beteiligten Partnern gewohnt sind. Die vorliegende Aufnahme ist eine wunderbare Ergänzung zu Schnyders Mozart Einspielung aus dem Jahre 2008. Amazon, georgkacl

Official Site of pianist Oliver Schnyder