Reviews 2006

„Oliver Schnyder am Flügel bot eine technisch makellose und in jedem Moment klangschöne Aufführung. Gerade bei Ullmann konnte er seine agogischen und klangmalerischen Stärken zur Geltung bringen…Chopins h-Moll-Scherzo erfuhr eine packende Interpreation, sowohl in der gesamten Anlage wie im Detail.“ (Martin Skamletz, Aargauer Zeitung, 24. 11. 2006)

 

«Die Wohlfühloase von Boswil

Boswiler Sommer

Auftakt mir koffeinhaltigem musikalischem Programm…

…Dazwischen schob sich ein Block mit Klavierwerken von Frédéric Chopin. Dies hätte normalerweise einen Bruch bedeutet, aber auch hier baute der Kaffee die goldene Brücke: Gilles Tschudi las Texte von und über den Chopin-Zeitgenossen Honoré de Balzac, der ja wie kaum ein Zweiter dieses Getränk als Schaffensmotor benutzte – und ihm dann auch frühzeitig zum Opfer fiel. Oliver Schnyder zauberte dann Pariser Salonstimmung in den alten Kirchenraum, seine Chopin-Blütenlese verfehlte ihre Wirkung nicht.» (Stephan Thomas, Aargauer Zeitung, 26.6.2006)

 

«Meisterliche Feier

…souverän spielenden Solisten……Der etwas kernigere Ton Schnyders und der weichere Anschlag Kollys ergänzten sich auf natürliche Weise, unterstützt durch gemeinsames «Jeux perlé» und dieselbe unsentimentale Werkauffassung. Mit ebenso frischem Musiziergeist und wunderbarer Leichtigkeit zauberten die beiden Solisten als Zugabe Busonis «Duettino concertante nach Mozart» hin. Zuvor glänzten sie in Francis Poulencs Doppelkonzert d-Moll. In den angriffigen Ecksätzen dialogisierten die beiden Aargauer Pianisten sehr effektvoll mit dem von Urs Stäuble inspiriert und präzis dirigierten Orchester Musikkollegium Winterthur…» (Walter Labhart in Mittelland-Zeitung vom 3.4.2006)

 

«Das Genie hätte Freude gehabt

Oliver Schnyder spielte mit wunderschön klarem Anschlag und schon waren alle in Mozarts Bann. Mit unglaublicher Präzision gelangen ihm die langen Läufe. Seine Interpretation des Andantes zauberte einigen Zuhörern Tränen in die Augen. Schnyder spielte zart und dennoch glänzend. Als die Streicher im Rondeau nur noch Pizzicati zupften, fühlte sich die Musik wie ein sanfter Sommerregen an. Das Publikum war zutiefst berührt…» (Wohler Anzeiger, kb)

 

«Sapperlott, welch ein Spass

Mozart-Hommage

Die Welt feierte am vergangenen Wochenende ausgiebig. Wen? Mozart natürlich! Auch das Künstlerhaus zollte dem Genie Tribut mit Werken kleinerer Besetzung, die massgeschneidert waren für den intimen Rahmen seiner Kirche….Solcherart eingestimmt, erwies sich das Klavierkonzert Nr. 13 C-Dur KV 415 in der Fassung für Streichquartett und Klavier als schlüssige Fortsetzung. Weder zu leicht noch zu schwierig, sondern „angenehm in den Ohren“ wollte es Mozart gespielt haben. So bekam man es auch zu hören, aber eben nicht nur – denn Oliver Schnyder mischte in das genuin Heitere dieses Werks jene, mit subtilen Temporückungen vorbereiteten, ohrfälligen Moll-Trübungen, mit denen Mozart immer wieder überrascht.» (Elisabeth Feller, Aargauer Zeitung, 31. Januar 2006)

 

«…beste Eindrücke hinterliess auch das Brahms’sche C-Dur-Klaviertrio, zu dessen jugendlich-straffer Wiedergabe sich Schnyder mit den „Camerata“-Stammmusikern Helena Winkelman und Christoph Dangel verbündete.» (Basler Zeitung, 7. Januar 2006)

 

«…aber dann kommt eben Brahms…Brahms ist unter allen Romantikern wohl der „nordischste“, die autochthonen natürlich ausgenommen…Allerdings war das Klaviertrio in C-Dur in der Interpretation durch Schnyder, Winkelman und Dangel derart eindrücklich, dass der ganze erste Teil des Konzertes darüber fast vergessen ging. Die Vorarbeit lag im Werk, die erfolgreiche Verwirklichung beim illustren Trio, das den Konzertabend zum Erlebnis machte.» (Aargauer Zeitung, 6. Januar 2006)

 

 

Official Site of pianist Oliver Schnyder