Archiv der Kategorie: CD-Reviews

BR Klassik zu den Winterreise(n)

Der Beitrag von Volkmar Fischer im BR Klassik bringt’s auf den Punkt: „Auch wenn ein vollkommener Geniewurf wie die ‚Winterreise‘ eine Bearbeitung nicht nötig hat, um jederzeit Wirkung zu erzielen, Daniel Behle wagt und gewinnt, denn Violine und Violoncello werden so dezent, so sensibel ergänzt, dass auch Puristen keinen Grund haben, die Nase zu rümpfen.“

… und nochmals Radio Stephansdom

Toll, was der Chefredaktor des grössten österreichischen Theater- und Kulturmagazins „Bühne“, Peter Blaha,  in der heutigen Kritiker-Mattinata zu den besten Klassik-Aufnahmen 2014 bei Radio Stephansdom zur Brahms-Trio-Aufnahme zu sagen hat, auch Gänsehaut (er hebt unser Trio auf die Höhe von Rubinstein/Piatigorski/Heifetz):

 

Radio Stephansdom

CD des Tages

Rund und silbern sind viele CDs.
Aber nur die besten schaffen es zur CD des Tages.
Unsere klassische Antwort auf die Hitparade.

Donnerstag, 11.12.2014
Schubert: Winterreise

Daniel Behle hat die Winterreise für seine wunderbare Tenorstimme und Klaviertrio arrangiert und auch die Originalbesetzung beigegeben. Gänsehaut!

Interpret(en): Daniel Behle, Oliver Schnyder Trio
Label: Sony
EAN: 0888837882323

Diskothek im Zwei

Zum 70. Geburtstag von Maurizio Pollini diskutieren in der Sendung „Diskothek im Zwei“ bei Radio DRS 2 unter der Leitung von Eva Oertle der Pianist Manuel Bärtsch und die Musikjournalistin Franziska Weber über Maurizio Pollini und vergleichen einige seiner Aufnahmen mit denjenigen anderer Pianisten. Dabei wird auch eine Aufnahme von Oliver Schnyder herbeigezogen (Chopin, Etüde op. 25 No. 12). Hier der Link zur Sendung.

Neue CD – Lieder von Richard Strauss – Daniel Behle/Oliver Schnyder – Capriccio

NDR Kultur: „Behle gilt schon als Nachfolger von Fritz Wunderlich – und dieser Vergleich scheint ausnahmsweise mal nicht übertrieben: Mit seinem zarten Tenor erinnert er tatsächlich an den großen deutschen Tenor. (…) An der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit zaubern die Interpreten einen unwirklichen Klang. Der Pianist Oliver Schnyder bettet den Gesang auf Klaviertöne, die wie aus dem Nebel kommen.(…) Einfach nur schön und anrührend.“


Propellernde Maikäfer, liebende Mannsbilder

Schwärmerisch und brutal: Der Tenor Daniel Behle hat mit Liedern von Richard Strauss in Oliver Schnyder einen idealen Begleiter gefunden

Bei aller Zärtlichkeit – das ist ein Husarenstreich! In einer glänzend gelungenen Verblüffungsattacke stellt der Tenor Daniel Behle gemeinsam mit dem Pianisten Oliver Schnyder das „Ständchen“ op. 17 Nr. 2 an den Anfang seines Albums mit Liedern von Richard Strauss. Allein, wie der heikle Zwischenton dieses Stücks  – lebhaft und süss, rasend und geheimnisvoll zugleich – getroffen ist, nötigt zu einem „Chapeau!“. Schnyder lässt in delikatestem Pianissimo die Fis-Dur-Sextolen des Klaviers herunterpropellern wie liebestolle Maikäfer. Und darüber trompetet Behle in drängendem Flüstern seine Signale: „Mach auf, mach auf, doch leise, mein Kind, um Keinen vom Schlummer zu wecken.“…

Klavier und Stimme verschmelzen wie die Schatten aller Dinge in der Dämmerung….Ein leiser Harmoniewechsel, so herrlich, wie wenn nach Sonnenuntergang der Tau fällt und das Gras duftet…“

Jan Brachmann, Feuilleton der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Mai 2012